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Treffpunkt für Senioren
| Ist Wandlung möglich? |
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Immer wieder fragen mich Leute, was denn der Unterschied zwischen der Hl. Messe und anderen Gottesdiensten sei. „Kommt da die Hl. Kommunion dazu?" „Ist da die Wandlung dabei?" „Dauert die Hl. Messe länger?" Was meinen Sie? Meine Antwort ist meistens folgendermaßen: Bei der Hl. Messe kommt nicht nur etwas dazu, sondern die ganze Messe hat ein Gesamtkonzept und will uns in eine Dynamik hinein nehmen, die vom oft engen Alltag hin zum Ostermorgen führt. Sie will ein österliches Geschehen sein, ohne - und das ist auch besonders - die Augen vor dem Karfreitag und dem Leid der Welt zu verschließen. Wir feiern, dass Wandlung im Leben möglich ist. Es bleibt die Frage: Wie kann es geschehen, dass Menschen regelmäßig die Hl. Messe feiern und trotzdem hartherzig bleiben und werden? Warum lassen wir Menschen uns so ungern verwandeln? Viele Opfer von sexueller Gewalt erleben seit Jahrzehnten die Stimmung des Karfreitags. Manches, das zu lange verschwiegen wurde, wurde in den letzten Wochen bekannt. Die Situation ist beschämend und lähmend. Es wäre schlimm, jetzt einfach zur Tagesordnung überzugehen. Der reinigende Bußruf „Bekehre uns, vergib die Sünde, schenke, Herr, uns neu dein Erbarmen" darf nicht so schnell verschwinden. Ich hoffe, dass uns die Wahrheit frei macht (Joh 8,32) und Kirche und Gesellschaft Strukturen finden, damit solche Verbrechen verhindert werden. Wie kann die Kirche im Angesicht dieser Fehler Ostern feiern? Wir alle brauchen umso mehr die Karwoche, und zwar alle Tage vom Palmsonntag bis zum Ostermontag, um gezielt auf Jesus zu schauen und uns in seine Heilsdynamik hineinfallen zu lassen. Wir brauchen mehr denn je die Karwoche, um nicht zu resignieren, sondern Schritt für Schritt wieder Vertrauen zu gewinnen. „Wenn die Kirche als moralische Instanz ins Abseits gerät, ist das keineswegs nur ihr Problem. Denn es gibt weit und breit keine andere gesellschaftliche Kraft, die diese Rolle des öffentlichen Gewissens übernehmen könnte", schrieb eine Zeitung am 10.3.2010.
Kinder und Jugendarbeit Es wäre fatal, wenn sich die Kirche und andere Einrichtungen jetzt aus der Kinder- und Jugendarbeit zurückziehen. Dann sind die Schwächsten wieder die Verlierer. Wir werden uns in unseren beiden Pfarren weiterhin um die Kinder und Jugendlichen sorgen. Ihr Wohl steht dabei an oberster Stelle. Wir versuchen unsere BetreuerInnen gut auszubilden. Zum gegenseitigen Schutz hat es sich bewährt, dass bei Veranstaltungen und Reisen immer mehrere Betreuer dabei sind. Ich bitte Euch, uns zum Wohl der Kinder Vertrauen zu schenken und nicht alles in einen Topf zu werfen.
Pfarrer Franz Troyer
Ist Ostern möglich? |