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Im Postkasten sind viele Briefe an mich gelandet. In ihnen kommt die Wertschätzung für das kirchliche Leben und Dankbarkeit für das ehren- und hauptamtliche Zeugnis in eurem Seelsorgeraum zum Ausdruck. Nicht wenige drücken ihre Sorgen aus, wie es weltkirchlich von den Strukturen her weiter gehen kann, welche Zugänge zum priesterlichen Dienst in Zukunft möglich oder notwendig sein werden. Und wie können/sollen wir Kirche sein angesichts von Missbrauch und Gewalt in der Kirche? Gedanken zu euren Pfarren Die Kirche und damit die Pfarren sind ein „Geschöpf des Wortes Gottes“: Die Heilige Schrift ist bei euch lebendig, bei den Gottesdiensten, durch die Predigten, durch die Bibelschatzkiste, die Bibel auf Tournee, in der Bücherei, die Exerzitien im Alltag, das Jugendmorgenlob, die Oase, … Gestaunt habe ich über Bibelkenntnisse in der Volksschule und im Kindergarten!
Eure Pfarrgemeinden sind jung und alt. Schön, dass so viele junge Familien da sind, dass die Jungschar so gut läuft. Ich durfte bei einer Vorbereitung für einen Jugendgottesdienst und bei einem Ministrantenfrühstück dabei sein. Welchen Platz haben in Zukunft die Alten und die Pflegebedürftigen? Der Vinzenzverein und die Legio Mariae sind sehr aktiv bei Notfallhilfe, Krankenbesuchen und Geburtstagsgratulationen. Im Wohnheim Lohbach wird die Seelsorge aufmerksam und menschennah aufgebaut. Die Kirche in Allerheiligen ist im Umbau begriffen. Die Renovierung ist eine Chance, dass viele ihre Fähigkeiten, Talente und Charismen einbringen. Sie ist auch eine Herausforderung für die Glaubensvertiefung und Gemeindeerneuerung. Bei allen notwendigen strukturellen Veränderungen ist es die Grundfrage, ob wir vom Glauben an Gott, der in Jesus Christus die Liebe ist, so fasziniert sind, dass wir diesen Glauben weitergeben wollen. Sind wir wirklich davon überzeugt, dass den Zeitgenossen ohne Gott etwas Entscheidendes fehlt? Vergelt`s Gott Ich sage ein großes Vergelt’s Gott allen, die sich in verborgener Weise für andere einsetzen, sie trösten, für sie beten und einfach für sie da sind. Ich danke allen für das selbstverständliche Reinigen und Schmücken der Kirchen und Pfarrzentren, für die Büroarbeit, die Besuchsdienste, die liturgischen Dienste, den MinistrantInnen und Mesnern, den SängerInnen, MusikantInnen und Organisten, den ReligionslehrerInnen, den KindergartenpädagogInnen, den KirchenbeitragszahlerInnen, den PastoralassistenInnen, den Diakonen und Pfarrer Franz Troyer. Ein großes Vergelt’s Gott denen, die in der Sakramentenvorbereitung für die Taufe, die Firmung und Erstkommunion tätig sind, die Sterbende begleiten und Trauernden zur Seite stehen.
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