Pfarre Allerheiligen
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Kerze der Hoffnung

KerzeManche von Ihnen werden sich schon gefragt haben, was eine Kerze, von Stacheldraht umwunden, bei der Schmerzensmadonna in der Pfarrkirche Allerheiligen bedeuten soll.
Jeden Monat bekommen 250 Pfarren und kirchliche Organisationen  von der Menschenrechtsorganisation amnesty international oder von Christian Solidarity International Information über Menschen, die Unrecht erleiden. Die einen sind beispielsweise ohne ordentliches Gerichtsverfahren im Gefängnis, weil sie sich für Gerechtigkeit eingesetzt oder ein korruptes Regime kritisiert haben, andere werden aus ihren Siedlungen vertrieben, weil Spekulanten es auf den Boden abgesehen haben, auf dem sie leben, wieder andere werden verfolgt wegen ihres Glaubens oder weil sie einer ethnischen Minderheit angehören. Beigelegt ist eine Unterschriftenliste mit einem kurzen Text, in dem das Unrecht benannt wird und etwa

 Präsidenten, Botschafter oder Minister  aufgefordert werden, den unschuldig Leidenden zu ihrem Recht zu verhelfen.
Was hat das mit Kirche und Gottesdienst zu tun, werden manche fragen. Ist das nicht Sache der Politik oder weltlicher Organisationen? Ich glaube, es ist zutiefst mit unserem Christsein verbunden. „Was ihr dem geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan“, hat Jesus gesagt. Dieser Auftrag Jesu bezieht sich nicht nur auf materielle Not, sondern fordert auf nachzufragen, wie es zu Notsituationen kommt und wie diese beseitigt werden können.
Bitte um Gebet und Unterschrift
Trotz allem Stacheldraht des Unrechts und der Leiden in der Welt brennt immer wieder ein Licht der Hoffnung, wenn sich Menschen für die Menschenrechte anderer einsetzen. Wir tun das als unseren kleinen Beitrag in unserer Kirche mit unseren monatlichen Unterschriftenlisten und unserem Gebet.           

 

Ansprechpartnerin: Gotlind Hammerer