Pfarre Allerheiligen
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Warum Neugestaltung?

BaggerWie es zur „Gottesburg“ kam und was durch die behutsame Umgestaltung des Kirchenraums gewonnen wird

 

Im Westen Innsbrucks waren vor 100 Jahren nur grüne Wiesen zu sehen. Dies änderte sich in den 1930er Jahren: es entstanden die Lohbach- und Hörtnaglsiedlung. Dies führte zum Bau der Notkirche St. Georg. Ein geschenkter Stadel beim Flughafen wurde abgetragen, am Spitzbichl aufgestellt, notdürftig als Kirche adaptiert und 1936 eingeweiht. In der Folge wurden das Pfarrhaus, eine Volksschule und ein Kindergarten ebenfalls als Baracken angebaut.

Ab 1960 ließ der Bevölkerungszuzug (Grauer Stein, Sadrach, Allerheiligenhöfe) die Notkirche aus allen Nähten platzen. Der bekannte Tiroler Architekt Clemens Holzmeister (1886-1983) lieferte den Plan für eine neue Kirche. Grundgedanke für das Ensemble ist die „Burg Gottes“. Im Jahr 1963 erfolgte die Grundsteinlegung, die Einweihung im Dezember 1965. Die Kirche bekam den historischen Namen „Allerheiligen“.

 

Zum Kirchenraum
Durch das Seitenportal tritt man in den rechteckigen Hauptkirchenraum, der mit einem Satteldach überdeckt ist. An diesen schließt im Süden ein auf sechs Stufen erhöhter Altarraum an. Die optische Erhöhung des Altarraums wird auch dadurch betont, dass dieser von einem Trogdach überwölbt ist. In dem gewonnenen hohen Raum an den Seiten sind im Osten zwei Orgelemporen und im Westen ein Fenster eingebaut.
Die Kirche wurde noch vor dem 2. Vatikanischen Konzil geplant: Der Priester zelebrierte damals mit dem Rücken zum Volk. Das geänderte Liturgieverständnis führte alsbald zur Aufstellung eines provisorischen, aus Spanplatten gezimmerten Volksaltars vor dem Hochaltar.
Der Architekt Clemens Holzmeister plante ursprünglich, dass die Apsis mit dem Mosaik von unten her indirekt beleuchtet wird. Technisch schwierig umzusetzen, kam dies nie zur Geltung. Die Folge davon: der Altarraum ist viel dunkler als das sonstige Kirchenschiff. Holzmeisters Grundgedanke von der indirekten Beleuchtung wird im Zuge der Kirchenumgestaltung aufgegriffen, wenn in der Apsis eine Dachöffnung aufgebrochen und mit Fenstern versehen wird. Im Modell, das hinten in der Kirche steht, ist dieser Effekt bereits zu bestaunen.     

Hans Eibl

 


Die Kontonummer für den Kirchenumbau ist:
900004839; BLZ 20503 Tiroler Sparkasse
Pfarre Allerheiligen, Neugestaltung Pfarrzentrum
 
Es geht auch, auf ein Treuhandkonto zu überweisen, um das Geld steuerlich abzuschreiben:
Konto Nr 3300 696246
BLZ  20503 Tiroler Sparkasse
Empfänger: Treuhandkonto Bundesdenkmalamt
ganz wichtig unter Verwendungszweck angeben:
"Spende an das Bundesdenkmalamt, vorgeschlagen für Restaurierung der Pfarrkirche Allerheiligen in Innsbruck, Tirol"